Merlin jedenfalls, seines Zeichens Zeitgenosse, hat „Lago gemacht“. Hat sich quasi mit uns, seinen Altvorderen, ein paar Tage Auszeit am See genommen. Den Turbodiesel lenkte er flott Richtung Italien, brauchte allerdings wegen Stau aufgrund von Bauarbeiten seiner italienischen Handwerkerkollegen gute siebeneinhalb Stunden bis Torbole. Egal, am Babystammtisch wird trotzdem wie immer aufgetrumpft: „Ah geh, München-Torbole keine 3 Stunden, gut durchgekommen, 200 Sachen, konstant linke Spur, scheiss Abbremsen für die Mautstation am Brenner!“
Am Gardasee angekommen haben wir uns dann alsgleich im Camping Europa eingefunden, Vordach aufgebaut und alles für die Nacht fertiggemacht, während unser Juniorchef erstmal eine Runde geschlafen hat.
Nächsten Morgens mussten wir dem Sohn zunächst die Flaniermeile am Nordufer zeigen, er selbst hat spontan den Kontakt zum dortigen
Gefieder gesucht und gefunden: „Die Hühner am Lago wieder hey, dieses ganze Schicksengschwärl von Prossetschogrätschen, wie die Schmeissfliegen, kaum dass du sie loswirst!“ Nein, Merlin, Enten, es handelte sich hierbei vielmehr um die gemeine Stockente samt zugehörigem Erpel.
Wie auch immer, abends haben wir ein ortsansässiges Restaurant besucht. Wir bestellten Pizza, Salat und Pasta, der Sohn hingegen bekam derweil die Mutterbrust:
„Ne Menge Italiener da drunten, aber ich hab mir natürlich gleich mal beim Giorgio ne standesgemäße Calzone rausgelassen!“Anderntags suchten wir die Ruhe und Abgeschiedenheit des nahen Gebirges.
Ungleich früherer, wilderer Aktivitäten beließen wir es bei einer einfachen Bergwanderung, den Sohn erstmalig in der Kraxe mitführend: „Hey konkret wieder die 6b Stellen an der Colodri Ostwand geflashed und nachher noch ne Runde Ora im Trapez abgeglitten!“
Nach diversen Tagen der Erholung und vielen neuen Eindrücken für unser Kind traten wir bereichert die Heimreise an: „Pflichtprogramm erledigt, Hühner vertröstet, letztlich wieder die Biege gemacht, Standard, aber halt trotzdem immer wieder geschmeidig drunten am Lago!“

1 Kommentar:
Des Tolle am Largo ist halt, dass es so interregional ist - hier treffen sich Ost und West, also EBE und FFB, wie sonst nur auf der B471.
Aber die frühkindliche Phase durch diesen realexistierenden Freizeit-Schocker zu beenden, ist bitter. Da hilft auch das tradionelle Jägerschnitzel mit Weißbier bei Luigi in Limone nur bedingt. Odar??
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