Obwohl wir es ihm nun schon mehrfach deutlichst untersagt haben, wächst unser Kind unaufhörlich weiter. Offensichtlich weigert es sich, den Ernst der Lage verstehen zu wollen.
E als auch diese Sache mit den Kleidergrössen absichtlich zum Zwecke wirtschaftlicher Gewinnerzielung von der Industrie erfunden und eingeführt wurden, nur um noch mehr Umsatz zu machen. Aber nicht mit mir.
So ging ich gestern mit meinem Sohn in ein Schuhgeschäft. „Winterstiefel für ihn hier!“ wies ich die Verkäuferin kurz aber klar an. „Welche Größe hat denn unser kleiner Schatz?“ war die sofortige Frage des Kommerzdrachens. Darauf hatte ich nur gewartet. „Das Kind trägt 44“ schmetterte ich ihr entgegen, „und jetzt her mit dem Sonderangebot!“. Sie gab zu bedenken, dass mein Sohn „maximal einen 22er Schuh“ bräuchte, worauf ich umgehend mit einem „jetzt vielleicht, aber was ist in 15 Jahren, hm?“ konterte. Sprachlos sah mich der entlarvte Gewinnzombie an. „Ja genau“, fuhr ich fort, „sie meinen wohl, dann kämen wir wieder hierher, um ihnen erneut unser Geld in den Rachen zu stopfen? Mit mir nicht. Das Kind trägt 44, und noch mal sag ich’s ihnen nicht!“
Noch während die Handlangerin des Umsatzgierteufels mit dem Sicherheitsdienst telefonierte, verließ ich das Schuhgeschäft. Ein Kind kann teuer werden, es muss aber nicht. Bei aller Liebe zum Nachwuchs darf es niemals so weit kommen, dass man seinen gesunden Menschenverstand völlig aufgibt.
27 Januar 2007
Schuhkauf
Protokolliert von
[Oliver, Vater]
am
27.1.07

3 Kommentare:
und die Ski hat man somit auch gespart...
Ganz genau. Und als Stöcke reichen vorerst ohnehin 2 Schaschlikspiesse.
meine Güte... geiles Foto...
und
wie ich das kenne... meine Eltern hatten ungefähr den gleichen Gedankengang... leider umgekehrt... jetzt hab ich völlig verhatschte Haxn...
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