18 März 2006

Die grosse Terz

Wir sind momentan noch unsicher ob unser Sohn später mal als Anführer der Weltrangliste im Herrentennis, als Bestsellerautor oder als bejubelter Klaviervirtuose mit einzigartigen Interpretationen der grossen Klassiker Reichtum und Ruhm über unsere Familie bringen soll. Wir sind uns aber sehrwohl bewusst darüber, dass wir unserem Kind eine frühzeitige Förderung seiner Talente schuldig sind, ist dies doch unverzichtbar für die zielgerechte Entwicklung von Geist und Bewegungsapparat.
S
o nahmen wir heute nachmittag einen der seltenen Vorspieltermine bei dem in der Fachwelt geschätzten und bei Jungtalenten für ihren erbarmunglosen Drill gefürchteten Musikerzieherpaar Braun-Fichtinger in Attenkirchen-Thalham wahr.
M
erlin, seinerseits gewohnt abgebrüht, trat ohne grosse Vorreden direkt an den Flügel und interpretierte Mozart's Phantasie in C-Moll KV 475, die Chopin-Etüden Op. 10-1, 10-2, 25-6, sowie im Auslauf einige Höhepunkte aus dem dritten Klavierkonzert von Rachmaninov.
Das Ehepaar Braun-Fichtinger erbat sich Bedenkzeit und will uns dann in den nächsten Tagen Bescheid geben ob unser Sohn für ihren Unterricht in Frage kommt. Uns persönlich wäre es sehr recht wenn sich am Dienstag nachmittag und Freitag früh Unterrichtstermine konkretisieren liessen. Donnerstag nachmittag ist schlecht, da ist Tennis. Montag abend liesse sich für Merlin eventuell noch einrichten, aber nur wenn das Autorenseminar des Suhrkamp Verlages pünktlich endet, was in der Vergangenheit leider gelegentlich nicht der Fall war.

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